cowork AG führt Potenzialanalyse in Gerolzhofen durch

Stadt GerolzhofenNoch immer sind Coworking Spaces in ländlicheren Regionen nur sporadisch aufzufinden, obwohl gerade dort viele Pendler ansässig sind. Dies ist einer der Gründe, weshalb sich genau das jetzt in Gerolzhofen ändern soll. Dort haben sich die verantwortlichen Entscheider zusammengetan, um gemeinsam mit der cowork AG das Projekt „Coworking Spaces für Gerolzhofen“ anzugehen. Der erste Schritt ist eine umfassende Potenzialanalyse, mit der die Bürgerinnen und Bürger gleich zu Beginn mithilfe einer Umfrage ins Boot geholt werden. Darüber hinaus werden in Form von Interviews mit regionalen Unternehmen auch Bedarfe aus Arbeitgebersicht abgefragt.

Synergien, Nachhaltigkeit und Flexibilität

In Gerolzhofen möchte man mit Coworking „den Menschen die Gelegenheit geben, einen dritten Ort zwischen Büro und Homeoffice für die Arbeit zu haben“, erklärt Bürgermeister Thorsten Wozniak. „In einem Coworking Space treffen Menschen aufeinander, die verschiedene berufliche Hintergründe haben und aus verschiedenen Firmen kommen. Dadurch können viele Synergien und Ideen entstehen. Coworking kann für neue Projekte inspirieren und die Umsetzung solcher erleichtern.“ Doch auch Flexibilität und Nachhaltigkeit spielen in Gerolzhofen eine Rolle. Durch die Verkürzung der Arbeitswege werden Staus vermieden und gleichzeitig Umwelt und Ressourcen geschont. Gleichzeitig verbessert sich die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Potenzialanalyse beinhaltet quantitative und qualitative Bausteine

In den nächsten Wochen sollen nun die konkreten Potenziale und Bedarfe für eine mögliche Umsetzung eines Coworking Spaces in Gerolzhofen herausgearbeitet werden. Mit diesen beschäftigt sich die cowork AG, die von den Verantwortlichen in Gerolzhofen zur Potenzialanalyse beauftragt wurde. In Gerolzhofen und dem Umkreis werden sowohl qualitative als auch quantitative Befragungen durchgeführt, um Erkenntnisse über die Bedarfe von Coworking zu ermitteln. So findet zum einen eine Online-Befragung der Bürger statt, in der diese ihre Meinung zum Thema Coworking kundtun können. Dabei geht es nicht nur um das Ob, sondern vor allem um das Wie. Denn die Potenzialanalyse soll nicht nur Ergebnisse darüber liefern, wie viele Menschen in Gerolzhofen sich einen Coworking Space wünschen, sondern auch, wie dieser aussehen und welche Ausstattung er mitbringen sollte.

Zum anderen finden neben dieser quantitativen Befragung qualitative Interviews mit Unternehmensvertretern statt. Diese blicken aus Arbeitgebersicht auf das Thema und können somit noch präziser auf Bedarfe von Coworking Spaces eingehen. „Die Potenzialanalyse ist ein essenzieller Bestandteil bei der Planung eines Coworking Space“, erklärt Tobias Kollewe, CEO der cowork AG. „Durch die Kombination quantitativer und qualitativer Bausteine können wir Handlungsempfehlungen ableiten, die als Entscheidungsvorlage für die Errichtung von Coworking Spaces dienen.”

Auftaktveranstaltung für die Öffentlichkeit

Am 29. Juni um 14 Uhr findet online die öffentliche Auftaktveranstaltung zu dem Coworking Projekt statt. Dort werden die Projektplanung sowie die weitere Vorgehensweise erörtert und der Startschuss für die Online-Befragung fallen. „Es geht uns nicht nur darum, ob Coworking Spaces generell für uns attraktiv wären, sondern auch darum, über welche Ausstattungen mögliche Coworking Spaces verfügen müssten, um von einer breiten Masse in Gerolzhofen genutzt zu werden. Das können wir nur mithilfe unserer Bürgerinnen und Bürger beantworten“, so Stadtteilmanager Daniel Hausmann.

REACT-EU: Dieses Projekt wird finanziell aus dem EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung als Teil der Reaktion auf die COVID-19-Pandemie) unterstützt.

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