Der digitale Fortschritt durchdringt all unsere Lebensbereiche und verändert nach und nach unser gesellschaftliches Miteinander. Für viele Menschen ist die Digitalisierung dennoch nur schwer greifbar. Der Bevölkerung dieses Konzept näher bringen ist eines der Ziele des OecherLab, das Ende des Jahres seine Pforten in der Aachener Innenstadt öffnen wird. 

Beim OecherLab handelt es sich um ein Reallabor, das bei der Entwicklung Aachens von einer Wissenschaftsstadt hin zu einer offenen Smart City helfen soll. Es werden zukünftige Technologien und Konzepte präsentiert und greifbar gemacht, die das tägliche Leben verändern können. Wir als cowork AG sind an dem Projekt beteiligt und arbeiten gemeinsam mit Forschungstreibenden des Lehrstuhls für Informationsmanagement im Maschinenbau (IMA) der RWTH, der Stadt Aachen und der Dialego AG an der Umsetzung des OecherLab. Im Rahmen des Programms „Digitale Modellregionen in NRW“ erhält das Projekt eine Förderung durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.

Derzeit erarbeiten wir von der cowork AG ein geeignetes Raumnutzungskonzept, das nicht nur die Wünsche und Vorstellungen der einzelnen Projektbeteiligten berücksichtigt, sondern auch den Anforderungen an ein smartes Co-Creation Center gerecht wird und Bürgern die Möglichkeit bietet, modernste Arbeitsmittel und -methoden kennenzulernen. 

Außerdem fungieren wir im weiteren Verlauf des Projekts als Experte für einen der sogenannten Zukunftsräume über „Arbeit 4.0“. Dabei stellen wir das derzeit in der StädteRegion Aachen entstehende Coworking Space-Satellitennetzwerk WORQS vor und informieren Interessierte über Coworking und andere Arbeitsformen von New Work.
Weitere Themen der Zukunftsräume sind intelligente Mobilität, digitale Gesundheitswirtschaft und smarte Innenstädte. Außerdem gibt es eine Wild Card, bei der ein freies Thema zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern entwickelt wird.

Doch nicht nur Bürger, sondern auch Forschungstreibende, interdisziplinäre Experten, die Wirtschaft und die Stadtverwaltung haben die Möglichkeit, mithilfe des OecherLab Projekte zu entwerfen, die die digitale Stadt von morgen definieren könnten. Das OecherLab soll daher auch dauerhafter Bestandteil der Wissenschaftsstadt Aachen werden. Es bietet einen direkten Zugang zum Forschungsgegenstand des urbanen Raums und zu dessen Nutzergruppen. Mit unserer Expertise wollen wir helfen, die Stadt technisch, sozial und nachhaltig weiterzuentwickeln, um das gesellschaftliche Miteinander in Aachen zu fördern und zum Wohl der Bürger beizutragen.

Wenn ein Landkreis oder eine Kommune sich entschließt, einen Coworking Space zu eröffnen, steht am Anfang des Projekts eine Bedarfsermittlung. Dabei unterstützen wir unsere Projektpartner und Kunden. Aktuell führen wir eine solche Potenzialanalyse für den Landkreis Wolfenbüttel durch. Konkret geht es darum, die Gewohnheiten und Bedarfe verschiedener Personengruppen an ihrem Arbeitsplatz in Bezug auf Arbeit 4.0 zu erfragen. Dadurch wird ermittelt, ob (in diesem Fall im Landkreis Wolfenbüttel) Bedarf an Coworking Spaces besteht und welche Standort- und Ausstattungsanforderungen diese hätten. 

Für diese Ermittlung haben wir einen Umfragebogen entwickelt, mit dem wir in fünf Blöcken die berufliche Situation, die Bedarfe der Arbeitsumgebung, Nutzung und Ausstattung von Coworking Spaces und soziodemographische Angaben abfragen. In Wolfenbüttel lief die Umfrage neun Wochen lang. Um die Umfrage zu bewerben, wurden von uns Flyer und Plakate zur Verfügung gestellt, der Landkreis arbeitete zusätzlich mit Presseartikeln und einer eigenen Landingpage. Die Umfrage ist von großer Bedeutung für den Landkreis. „Nicht nur die Frage, ob Coworking Spaces generell für unseren Landkreis attraktiv sind, sondern vor allem auch die Frage, über welche Ausstattungen Coworking-Arbeitsräume verfügen sollen, um von Vielen genutzt zu werden, können wir nur durch die Rückmeldung der interessierten Menschen beantworten“, erklärt Landrätin Christiana Steinbrügge.

Bei der Potenzialanalyse handelt es sich um ein zweistufiges Konzept, das neben der Umfrage als quantitative Erhebung auch aus einer qualitativen Befragung besteht. Bei dieser werden Befragungen bei Unternehmen aus der jeweiligen Region durchgeführt, um deren Einstellung zu den Themen Digitalisierung, neuen Arbeitsnormen und Mitarbeitermobilität zu ermitteln. Die Ergebnisse des qualitativen und quantitativen Teils bilden die Grundlage für eine Handlungsempfehlung, die dem Landkreis als Entscheidungsvorlage für die Errichtung von Coworking Spaces dienen wird. Entwickelt haben wir das Konzept in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Coworking Spaces e.V. unter der Leitung von Dr. Axel Minten von der FOM Hochschule für Ökonomie und Management. 

In Wolfenbüttel verspricht man sich von einem Coworking Space nicht nur Synergieeffekte, sondern auch die Themen Flexibilität und Nachhaltigkeit spielen eine wichtige Rolle. Vor allem Pendler sollen im Landkreis von verkürzten und stressfreieren Arbeitswegen sowie der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf profitieren. „Gerade die letzten Wochen haben gezeigt: Die Unternehmen unserer Region sind bereit für Arbeitsorte außerhalb des eigenen Unternehmens. Während aber fehlende und ungeplante Kontakte im Homeoffice eine Innovationsbremse sein können, spielt ein Coworking Space gerade hier seine volle Stärke aus“, erklärt Florian Bernschneider, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Region Braunschweig e.V. Zudem betont er, dass er sich darüber freue, dass der Landkreis Wolfenbüttel Pionierarbeit leistet, um zu zeigen, dass Coworking nicht nur in Großstädten funktioniert.

Eine Alternative zum Homeoffice und Pendeln bieten und gleichzeitig das Arbeitsleben zurück in den ländlichen Raum holen sowie die Lebensqualität in kleinen Kommunen erhöhen: Das ist das Ziel der „Dorf-Büros“. Dorf-Büros sind ein Projekt der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, das Coworking-Spaces in den ländlichen Raum bringt. Aus der aktuellen Projektrunde gingen nun drei Sieger hervor. Die Stadt Annweiler am Trifels, die Ortsgemeinde Buch im Hunsrück und die Verbandsgemeinde Aar-Einrich wurden von Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Digitaltag bei der Veranstaltung „nachhaltig digital unterwegs“ in Mainz als Gewinner bekanntgegeben. Wir als cowork AG werden auch in dieser Projektrunde wieder unser Expertenwissen nutzen, um zu helfen, die Konzepte für die Realisierung der Coworking-Spaces in den Kommunen auszuarbeiten und umzusetzen. Zuletzt haben wir in der ersten Projektrunde bereits die Gründung des Coworking DEULUX begleitet.

Mindestens vier Arbeitsplätze pro Coworking-Space werden für die Nutzer zur Verfügung gestellt. Dies soll ihnen ermöglichen, weniger zu pendeln und mehr in ihrem Heimatort oder nahe diesem zu arbeiten. So entsteht mehr Zeit für die Familie und auch die Umwelt wird geschont. Die Dorf-Büros stellen zudem eine Alternative zum Homeoffice dar. Die drei Gewinner setzten sich gegen zehn andere Mitbewerber durch und erhalten nun durch die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz je eine Förderung von bis zu 100.000€ für die ersten drei Jahre, unter der Bedingung, dass das jeweilige Dorf-Büro danach noch mindestens zwei Jahre aus eigenen Mitteln betrieben wird. Ziel ist es natürlich, dass die Spaces danach eigenständig weiter betrieben werden können.

Die Verbandsgemeinde Aar-Einrich kooperiert mit einem IT-Systemhaus, das in Katzenelnbogen Räume für das Dorf-Büro zur Verfügung stellt. In Annweiler am Trifels wird der Coworking-Space in freien Räumen im Rathaus der Stadt eingerichtet werden. Direkt neben dem historischen Ratssaal ergibt sich dadurch eine lebendige Lage. Die Ortsgemeinde Buch hat ein historisches Fachwerkhaus – eine ehemalige Bankfiliale – ausgewählt, um das Dorf-Büro unterzubringen. So kommt es vor allem dort zur Wiederbelebung eines leerstehenden Gebäudes. Buch ist der bisher kleinste Ort, in dem das Projekt umgesetzt wird. Die Gemeinde hat nur knapp 830 Einwohner.

In den nächsten Wochen und Monaten werden wir gemeinsam mit der Entwicklungsagentur und den Kommunen daran arbeiten, die Konzepte umzusetzen. Spätestens in der ersten Dezemberwoche sollen die Dorf-Büros dann eröffnen. Drei weitere sollen auch nächstes Jahr dazukommen, wenn der Wettbewerb zum dritten Mal stattfindet. Verbandsgemeinden aus Rheinland-Pfalz und verbandsfreie Gemeinden können sich um eine Finanzierung und Beratung für ihre Dorf-Büros bewerben. Ortsgemeinden können dies mit Unterstützung der Verbandsgemeinde tun.

Innovative Konzepte, die zur Steigerung der Attraktivität und Lebensqualität von Klein- und Mittelstädten sowie Gemeinden beitragen, sollen durch das Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ gefördert werden. Wir als cowork AG sind bei dem Programm als Experte tätig und beraten Kommunen, die einen Coworking-Space als innovatives Konzept etablieren wollen. In der zweiten Bewerbungsrunde haben wir die Städte und Gemeinden Thedinghausen, Winsen an der Luhe und Lingen (Ems) dabei unterstützt, eine Förderung zu erhalten. Alle drei haben nun den Förderbescheid bekommen. 

„Die Corona-Krise hat das mobile Arbeiten in vielen Unternehmen sehr beschleunigt. Es ist gut, wenn wir dafür eine entsprechende Infrastruktur schaffen und insbesondere Familien mit Kindern entlasten, für die das Pendeln sehr anstrengend sein kann“, sagt Monika Scherf, die das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg leitet. Sie hätte die Förderbescheide im Normalfall persönlich übergeben, wegen der aktuellen Situation wurden diese nun per Post verschickt. 

Die Samtgemeinde Thedinghausen hatte sich mit ihrem Projekt „Opal“ (Ohne Pendeln – arbeite lokal) beworben und einen Zuschuss von knapp 127.000 Euro bewilligt bekommen. Der Coworking-Space in Thedinghausen soll besonders zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen.

Der Coworking-Space in Lingen soll in der Halle IV eröffnen, in unmittelbarer Nähe zum Campus Lingen der Hochschule Osnabrück. „Wir wollen verschiedene Synergien nutzen, um letztendlich auch die Innovation hier in der Gegend voranzutreiben“, erklärt Jens Schröder von der Wirtschaftsförderung Lingen. Die Stadt hat eine Zuwendung von knapp 215.000 Euro für die Umsetzung des Projekts gewährt bekommen. „Wir wollen hier die Umgebung schaffen, um auch Gründung hier im ländlichen Raum möglich zu machen, innovative Ideen weiterzudenken und sich zu vernetzen.“ Durch dieses Konzept wolle man Fachkräfte in Lingen halten und ihnen die Möglichkeit bieten, ihre Ideen auch ohne Abwanderung in die Großstädte umzusetzen. 

Dort, wo durch die Corona-Krise die Voraussetzungen für mobiles Arbeiten und Remote Work geschaffen wurden, will man in Winsen an der Luhe anknüpfen. In der Winsener Innenstadt wird im Sommer 2021 das Luhe Lab eröffnet werden, das eine Alternative für Hamburg-Pendler schaffen soll. Dort sollen nicht nur flexibel nutzbare Schreibtische als Arbeitsplätze angeboten werden, sondern es wird auch Raum für externe Veranstaltungen, Seminare und Besprechungen geben. Dafür erhält Winsen eine Förderung von 300.000 Euro.

Zukunftsräume NiedersachenKommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern bilden in Niedersachsen eine wichtige Versorgungs- und Ankerfunktion für ihr Umland. So spielen sie etwa in den Bereichen der medizinischen Versorgung, Einzelhandel und Kultur eine große Rolle. Sie werden auch als der „Motor der regionalen Entwicklung“ bezeichnet. Durch das Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ sollen sie in ihren Vorhaben unterstützt werden. Das Programm spricht Klein- und Mittelstädte, Gemeinden und Samtgemeinden mit mindestens 10.000 Einwohnern an, in denen ein Grund- oder Mittelzentrum festgelegt ist. „Ziel der Förderung ist es, diese Kommunen in ihrer Entwicklung und damit auch in ihrer Ankerfunktion für umliegende Gemeinden zu stärken“, erklärt Insa Schwob vom Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg.

Um dies zu erreichen, werden mit Hilfe des Förderprogramms „Zukunftsräume“ innovative Konzepte gesucht, die zur Steigerung der Attraktivität und Lebensqualität von Klein- und Mittelstädten sowie Gemeinden beitragen. Insbesondere geht es darum, sich mit der Gestaltung des Zusammenlebens in der Stadt und im Umfeld zu beschäftigen. Da zu innovativen Konzepten auch Coworking-Spaces zählen, sind wir beim Förderprogramm „Zukunftsräume“ als Experten tätig. Wir unterstützen drei Städte und Gemeinden bei Ihren Coworking Space-Projekten: Thedinghausen, Winsen an der Luhe und Lingen an der Ems. Die Zentren mehr mit den umliegenden Gemeinden vernetzen: das ist das Hauptziel der Projekte.

Nach der ersten Runde war der aktuelle Antragsstichtag für die zweite Bewerbungsrunde der 15.03.2020. Die Förderzusagen werden bis Mitte Mai vergeben. Die Fördersumme pro Projekt liegt dabei zwischen 75.000 und 300.000 Euro. Die Projektlaufzeit ist ab der Antragsgenehmigung auf drei Jahre begrenzt. 

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Schon längst ist Coworking in der Stadt zu einer gängigen Arbeitsform geworden. Doch wir als Spezialist für die Entwicklung und den Betrieb von Coworking-Spaces sehen auch viel Potenzial in Spaces außerhalb der Großstädte. Gerade im ländlichen Raum bietet sich Coworking an, um Pendelbewegungen einzuschränken und neue Räume zum Arbeiten zu schaffen. Darum wollen wir mit unseren Projekten mehr und mehr den ländlichen Raum einbeziehen.
Um unser Angebot in der Städteregion Aachen zu erweitern, eröffnen wir im April in einem Popup-Projekt gemeinsam mit der Gemeinde Roetgen einen weiteren WORQS Coworking-Space. Direkt neben dem Rathaus entsteht dieser in der alten Sparkassen Filiale auf der Hauptstraße. Bis Ende September wird der Coworking-Space geöffnet sein. Durch die Popup Variante können sowohl die Gemeinde als auch die Nutzer den Coworking-Space ausprobieren und sich damit vertraut machen. Es stehen ein Büroraum mit mehreren Fixdesks sowie ein Raum für Veranstaltungen, Meetings und Konferenzen bereit. 

Die Gemeinde Roetgen an der Deutsch-Belgischen Grenze ist mir ihrer Nähe zur Eifel der perfekte Ort für einen Coworking-Space, der unser WORQS in Aachen ergänzen wird. Wir wollen die Möglichkeit für flexibles Arbeiten sowie Meetings und Versammlungen mit unserem Konzept nach Roetgen bringen. Bürgermeister Jorma Klauss ist überzeugt von dem Konzept eines Coworking-Spaces in Roetgen. „Coworking im ländlichen Raum ist ein sehr interessanter Ansatz, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken und Pendlerverkehr zu reduzieren“, betont er. Gerade für Pendler aus der Eifel könnte der Standort interessant werden, da sie nicht mehr in die Innenstadt pendeln müssten, aber dennoch in unmittelbarer Nähe zu Aachen arbeiten.

Damit sich Interessierte einen Eindruck verschaffen können, findet ab sofort jede Woche Donnerstag von 9 bis 12 Uhr ein Open-Office statt. An diesem Tag kann jeder auf einen Kaffee vorbeikommen und sich den Space und dessen Angebote vom Team vorstellen lassen.
Wer sich entscheidet, den Coworking-Space  in Roetgen zu nutzen und einen Tisch zu buchen, profitiert nicht nur von hochwertigen Arbeitsplätzen, der kostenfreien Nutzung von Internet, Drucker und Scanner sowie einer Getränkeauswahl, sondern kann auch zu Member-Konditionen zusätzlich die Angebote und Räumlichkeiten des WORQS Aachen nutzen.

Mehr Informationen zum WORQS Roetgen finden Interessierte unter: www.worqs.de/standorte/roetgen/ 

Coworking in den ländlichen Raum bringen und somit Pendeln überflüssig machen: das ist eines der Ziele, das wir uns gesteckt haben. Und es ist das, was die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz mit ihrem Projekt „Dorfbüros“ erreichen will. Die diesjährige Bewerbungsrunde hat die Verbandsgemeinde Trier-Land gewonnen. Sie erhält dadurch bis zu 100.000 Euro Förderung für die Einrichtung eines Coworking-Spaces. Entstanden ist daraus das Coworking DEULUX, der erste grenzüberschreitende Coworking-Space Deutschlands. 

Wir haben die Verbandsgemeinde Trier-Land und die Deutsch-Luxemburgische Tourist-Information auf dem Weg zum „Dorfbüro“ fachlich begleitet und beraten. Das Coworking DEULUX wurde am 5. Dezember durch Michael Holstein, den Bürgermeister der Verbandsgemeinte Trier-Land, in Lansgur-Wasserbilligerbrück im ersten Stockwerk der Deutsch-Luxemburgischen Tourist-Information eröffnet. Zunächst wurden für den Coworking-Space drei Räume zu Arbeits- und Besprechungsplätzen umgebaut und entsprechend eingerichtet.
„Die Vision bei der Gründung der Deutsch-Luxemburgischen Tourist-Information im Jahr 2000 stellte uns damals vor die Aufgabe, Freundschaft und Zusammenarbeit auf touristischer Seite zu intensivieren und ein Netzwerk innerhalb einer Repräsentanz zu schaffen. Heute möchten wir diesen Ansatz in die moderne Arbeitswelt übertragen und den Raum bieten für Networking im Coworking DEULUX“, erzählt Claudia Krütten, Mitarbeiterin der Tourist-Information. Das Motto des Coworking DEULUX beschreibt sie mit „Gegründet, um zu verbinden“.
Das Coworking DEULUX bietet sowohl flexible als auch feste Schreibtische, die für einen Monat oder länger gemietet werden können. Auch Meetingräume stehen zur Verfügung. Die genauen Konditionen und weitere Informationen zum Space finden Interessierte unter www.coworking-deulux.de.

Coworking DEULUX

Das Land Rheinland-Pfalz greift den an dem Projekt „Dorfbüros“ teilnehmenden Kommunen mit bis zu 25.000 Euro für die Einrichtung des Dorfbüros unter die Arme. In den ersten drei Projektjahren erhalten die Kommunen zudem weitere 25.000 Euro pro Jahr, wenn sie sich verpflichten, das Büro mindestens zwei weitere Jahre eigenständig zu betreiben. 

Auch in Zukunft werden weitere Dorfbüros entstehen. Für das kommende Jahr sind zwei Bewerbungsrunden geplant. Die erste startet bereits am 10. Dezember, die zweite folgt dann voraussichtlich im Sommer 2020. Innenminister Roger Lebend (SPD) kündigte an, dass bis 2021 neun solcher Dorfbüros entstehen sollen. Wir werden auch die zukünftigen Projekte fachlich beraten und unterstützen.

DEULUX EröffnungDEULUX
Fotos: Coworking DEULUX, Verbandsgemeinde Trier-Land

„Die IHK Schwaben und ihr wertvoller Partner, die cowork AG, haben beste Voraussetzungen geschaffen für Unternehmen, die Innovationen voranbringen und neue Wege gehen wollen“, lobte Carolina Trautner, Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales am 8. November bei der Eröffnung des CoworkingCampus Augsburg. Sie betonte, dass das Projekt auch für die Fachkräftesicherung ein großer Gewinn sei, da sich „gerade junge, hoffnungsvolle Talente in diesem offenen, kreativen Umfeld optimal entfalten können“. 

Gemeinsam mit der IHK Schwaben betreiben wir den CoworkingCampus, der auf 800 m² bis zu 100 flexible Arbeitsplätze, Projektbüros, Platz für Events und ein Café bietet. Wir wollen Unternehmen und Einzelpersonen flexible Arbeitsmöglichkeiten und eine Plattform zum Austausch über verschiedene Disziplinen hinaus ermöglichen. Insbesondere Gründer sowie kleine und mittlere Unternehmen wollen wir zudem mit Service- und Workshopangeboten unterstützen.
„Wir freuen uns sehr, nun auch hier in Augsburg die Möglichkeit für verschiedene Zusammenarbeiten, Konstellationen und eine Menge Austausch anhand eines Coworking-Spaces zu bieten“, betonte unser CEO Tobias Kollewe.

Bei der feierlichen Eröffnung am 8. November sprach IHK-Präsident Andreas Kopton von einem „Leuchtturmprojekt“ für Schwaben. Er bezeichnete die Räume als „Inkubator für Gründer, Freelancer, aber auch für etablierte Unternehmen, die durch diese Form der innovativen Zusammenarbeit neue Inspiration erhalten“. Der Austausch, der durch den CoworkingCampus gefördert werden soll, soll auch mit den Hochschulen stattfinden, die vor Ort ihren Raum finden.

Der CoworkingCampus ist im ehemaligen Multimedia-Zentrum der IHK-Akademie entstanden und befindet sich somit direkt an der Universität Augsburg. In etwa einjähriger Bauzeit wurde das gesamte Erdgeschoss in einen Coworking-Space verwandelt. Einmieten können sich Coworker stunden- oder monatsweise, aber auch langfristig. Zur Verfügung stellen wir feste Schreibtische, einen OpenSpace und Projekträume.

Wir haben am CoworkingCampus eine optimale Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr – direkt vor der Tür befindet sich eine Tramhaltestelle.
Bereits jetzt, kurz nach der Eröffnung, sind 20 Coworker am CoworkingCampus aktiv. Auch zwei Unternehmen sind bereits eingemietet. 

Weitere Informationen zu den Räumlichkeiten und Angeboten am CoworkingCampus Augsburg finden Sie unter www.coworkingcampus.de. 

Die cowork AG berät die Universität Siegen im Rahmen der BMWi-Fördermaßnahme EXIST-Potentiale. Ziel ist auch die Errichtung eines Coworking-Space im Hochschul-Umfeld.

Die Universität Siegen ist die größte Forschungsinstitution in Südwestfalen und im Dreiländereck von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen. Mit ca. 250 Professuren und über 18.000 Studierenden hat die Universität Siegen herausragende Kompetenzen in vielen Bereich wie Digitalisierung, Materialwissenschaften und Sensorik.

Besonderes Merkmal ist die Zusammenarbeit der Wissenschaftler der Universität Siegen in interdisziplinären Projekten mit regionalen und internationalen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in forschungsintensiven Verbundprojekten als auch in anwendungsnahen Auftragsprojekten. Mit der Uni-internen Abteilung Connect.US stellt die Universität einen zentralen Ansprechpartner für Wissenschaft und Wirtschaft, mit der es ihr möglich ist, Vernetzungseffekte und -synergien noch umfangreicher zu erschließen und nutzbar zu machen.

EXIST-Potentiale an der Universität Siegen

Durch Teilnahme am Förderprogramm EXIST-Potentiale des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stärkt die Universität Siegen die Gründungskultur als Basis für innovative Start-Ups, Existenzgründungen aus der Wissenschaft – zur Fokussierung und verstärkten Einbindung von Wirtschaft und Gesellschaft. Teil der Planung ist die Errichtung eines Coworking-Space auf dem Campus, um sowohl Inkubatoren- und Acceleratoren-Angebote an einem zentralen Ort zu bündeln als auch die Zusammenarbeit von Studierenden, Lehrenden, Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern.

Die cowork AG unterstützt die Uni Siegen im Rahmen der Fördermaßnahme. Marietheres Mimberg, Ressortleiterin Regionalentwicklung und Fördermittel, dazu: „Gerade im Bereich der Existenzgründung helfen Förderprogramme des Bundes auf Seite der Anbieter bei der Umsetzung von Coworking-Space-Projekten. Das gilt sowohl in themen-spezifischen Umfeldern wie der Digitalisierung, als auch bei der Entwicklung von Gründernetzwerken und -kultur an kleinen und mittleren Hochschulen, an denen zukunftssichere Rahmenbedingungen für innovative und wachstumsstarke Startups aus dem wissenschaftlichen Umfeld geschaffen werden sollen.“

Unter der Headline „Jung denken – von Start-ups und Coworkern lernen“ berichtet die „Bayerisch-Schwäbische Wirtschaft“ über die Eröffnung des CoworkingCampus in Augsburg. Focus der aktuellen Ausgabe ist das Doppelinterview mit Dr. Matthias Köppel (IHK Schwaben) und cowork AG-Vorstand Tobias Kollewe.

CoworkingCampus - DoppelinterviewIn direkter Nähe zur Universität eröffnet mit dem CoworkingCampus Augsburgs größter gemeinsamer Büroarbeitsplatz für Jungunternehmer und regionale Betriebe. Im Interview sprechen die Geschäftsführer Dr. Matthias Köppel und Tobias Kollewe über das neue Angebot und dessen Nutzen für den Wirtschaftsstandort Augsburg und Schwaben.

BSW: Wieso braucht Augsburg überhaupt einen solchen Coworking-Space?
Tobias Kollewe: Wir befinden uns in einem kompletten Wandel der Arbeitswelt. Die Digitalisierung schafft neue Arbeitsformen und Möglichkeiten der Flexibilität und Individualisierung. Networking spielt dabei eine riesengroße Rolle – egal, ob für Unternehmer oder Freelancer. Das funktioniert natürlich besonders gut im Umfeld von Coworking-Space. Hier treffen Menschen aufeinander, die in einem klassischen Arbeitsplatzumfeld wahrscheinlich nie zusammengefunden hätten: Menschen aus anderen Branchen und mit anderen Erfahrungen. Letztlich bedienen wir mit dem Coworking-Space eine Nachfrage, die da ist.
Dr. Matthias Köppel: Coworking kam erstmals im Silicon Valley auf. Heute gibt es in jeder bedeutenden Stadt der Welt viele Spaces, auch in Augsburg gibt es bereits welche. Wir haben gelernt, dass in einem funktionierenden Coworking-Space ständig Leben sein muss. Nur Tische aufzustellen, ist viel zu wenig. Es muss ein Rahmenprogramm darüber hinaus geben, wie wir es derzeit entwickeln.

Welche Rolle nimmt der CoworkingCampus innerhalb des schwäbischen Gründerökosystems ein?
Köppel: Neben Gründern und Freelancern sprechen wir mit unserem Angebot viele weitere Zielgruppen an: Etwa Pendler, die nicht jeden Tag zu ihrer Arbeitsstelle fahren möchten. Auch Teams aus Unternehmen können sich hier einmal über einen gewissen Zeitraum hinweg in einem neuen Umfeld inspirieren lassen, sodass sie mit einigen neuen Ideen wieder in ihr Unternehmen zurückkehren.

Warum hat man sich für den Standort entschlossen, und welche Vorteile erhofft man sich aus dieser Nähe zur Universität?
Köppel: Die IHK Schwaben besitzt mit dem Multi-MediaZentrum bereits seit 1989 ein Gebäude an der Universität. Bei den Überlegungen zur Sanierung kam auch die Frage auf, wie das Gebäude in Zukunft sinnvoll genutzt werden kann. Dabei entstand die Idee, im Erdgeschoss einen Coworking-Space einzurichten. Die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist natürlich ein weiterer Standortvorteil. 12.000 Menschen steigen täglich an der Haltestelle Universität ein und aus, darunter vorwiegend Studierende, was für uns aus Gründungsgesichtspunkten natürlich eine sehr interessante Zielgruppe ist.
Kollewe: Wir schaffen mit dem CoworkingCampus einen Platz, der auch für Studenten bezahlbar ist – egal, ob sie neben dem Studium gründen möchten oder einfach nur einen Arbeitstisch für ihre Abschlussarbeit suchen. Gleichzeitig haben Unternehmen hier vor Ort die Chance, junge kreative Köpfe für ihre Projekte zu finden und in der Zusammenarbeit kennenzulernen.

Welchen Mehrwert bietet der CoworkingCampus für etablierte Unternehmen in der Region?
Kollewe: Zum einen finden sie bei uns passende Räumlichkeiten, wenn im Unternehmen ein Flächenbedarf da ist und auf die Schnelle für einen begrenzten Zeitraum ein Projektbüro benötigt wird. Besonders das Raumangebot für Meetings, Konferenzen und Präsentationen ist dann interessant. Diese Räume sind technisch perfekt ausgestattet für innovatives Arbeiten. Auch wenn es darum geht, sich von festgefahrenen Prozessen zu lösen und aus dem Unternehmensalltag einmal herauszukommen, bietet der Coworking-Campus die optimalen Voraussetzungen. Gerade für Unternehmen, die Innovationen voranbringen, Out-of-the-Box denken und neue Wege gehen wollen, kann Coworking die passende Lösung sein.
Köppel: Zusätzlich können Unternehmer bei uns im CoworkingCampus-Club Mitglied werden und so vom Networking mit Querdenkern und Kreativen profitieren. Der Großteil der Mitgliedsgebühr lässt sich übrigens auf Mieten für Räume und Schreibtisch anrechnen.

Welche Zusatzangebote hält der CoworkingCampus für Gründer und Freelancer bereit?
Köppel: Für unsere Nutzer holen wir immer wieder neue Experten ins Haus. So organisieren wir Sprechstunden, etwa zur Optimierung von Onlineshops oder zu Marketing in sozialen Medien. Regelmäßig laden wir auch zum gemeinsamen Coworker-Frühstück ein, um besagte Community zu schaffen, die für den Erfolg entscheidend ist.
Kollewe: Bei unseren Veranstaltungen versuchen wir, immer darauf zu reagieren, was aktuell bewegt und wo gerade der Schuh drückt. Je nachdem zu welchen Themen Nachfragen und Weiterbildungsbedarf da sind, stellen wir dann passende Workshops und Events auf die Beine.

Gibt es ein Best Practice in Deutschland, das besonders inspirierend ist?
Köppel: Wir haben im Vorfeld viele ähnliche Konzepte vor Ort besucht. Mit verschiedenen Unternehmern aus der Region waren wir zum Beispiel bei einem Coworking-Space in Berlin, der uns alle begeistert hat. Dort war die Kreativität in den Räumen spürbar. Die Arbeitsplätze sind inzwischen so begehrt, dass man dafür eine Bewerbung einreichen muss. Natürlich ist Berlin eine andere Welt als Augsburg – keine Frage – aber bei uns ist auf jeden Fall das Potenzial da, eine solche Plattform für Coworker zu schaffen.

Wohin soll sich der Coworking-Campus in den kommenden Jahren entwickeln?
Kollewe: Wir wollen über die Grenzen Augsburgs hinaus als der Space bekannt sein, der für echtes Coworking und kreativen Austausch steht, ohne Beschränkung auf spezielle Branchen.
Köppel: Schön wäre natürlich eine echte Erfolgsgeschichte von einem kleinen Start-up, das bei uns seine Wurzeln hatte und sich durch die Möglichkeiten im CoworkingCampus zu einem großen Unternehmen entwickelt hat.«

 

Foto: Rico Grund/CoworkingCampus GmbH