Dank zunehmender Digitalisierung verschmelzen Lebens- und Arbeitswelt auch in Deutschland zunehmend. Die mit Fortschreiten der Pandemie in vielen Unternehmen neuen Möglichkeiten mobil zu arbeiten beschleunigen diese Entwicklung zusätzlich: Für die meisten Bürotätigkeiten verspricht ortsunabhängiges Arbeiten mehr Flexibilität und Einsparung von Arbeitswegen.

Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU AG reagiert auf diese Entwicklung und integriert in einige ihrer Neubauprojekte Coworking Spaces, zeitlich flexibel mietbare, voll ausgestattete Arbeitsplätze in modernem Ambiente.

„Wir entwickeln Lebensräume, nicht nur Wohnraum. Daher ist es wichtig, sich auch mit dem Thema der Arbeitswelten und den damit einhergehenden Bedürfnissen unserer Mieter auseinanderzusetzen“, sagt Jonas Eicher, Kundencenterleiter Investition und Neubau der GESOBAU. „Damit war die Idee von GESOWORX geboren.“

Gemeinsam mit der cowork AG erfolgte die weitere Ausarbeitung des Gesamtkonzepts und die Planung der ersten Spaces. Für das Pilotprojekt an der Langhansstraße in Berlin Weißensee wird die cowork AG auch den Betrieb übernehmen. Eröffnet werden soll der Standort bereits in diesem Frühsommer.

„Die Annahme, in Berlin müsse man niemandem mehr erklären, was ein Coworking Space ist, trügt. Denn eigentlich hat jeder Coworking Space etwas Individuelles – immer abhängig von den räumlichen Gegebenheiten und den Anforderungen der Nutzer. Daraus ergibt sich ein Raumnutzungskonzept mit passender Ausstattung und Serviceleistungen“, erklärt Tobias Kollewe, Vorstandsvorsitzender der cowork AG.

Das Konzept hinter GESOWORX soll neben Start-ups und Selbstständigen auch diejenigen ansprechen, die regelmäßige Pendelwege zwischen Wohn- und Arbeitsort reduzieren möchten. Arbeitnehmern bieten die flexibel buchbaren Schreibtische, Einzel- oder Teambüros und Meetingräume sinnvolle Alternativen zum improvisierten Homeoffice.

Weitere Informationen zu GESOWORX erhalten Sie unter www.gesoworx.de

Über die cowork AG:
Die cowork AG entwickelt und betreibt Coworking Spaces für Kommunen, die öffentliche Hand, Immobilieneigentümer und Projektentwickler. Seit 2018 ist die cowork AG an der Entwicklung von über 50.000 Quadratmetern flexibler Arbeitsplatzkonzepten und Coworking-Flächen beteiligt. Unter der Marke WORQS betreibt das in Aachen und Augsburg ansässige Startup eigene Coworking Spaces in ganz Deutschland, sowie Whitelabel-Projekte, u. a. die GESOWORX-Standorte in Berlin. www.cowork.de

Die GESOBAU AG:
Als städtisches Wohnungsbauunternehmen leistet die GESOBAU aktiv ihren Beitrag, um in der dynamisch wachsenden Stadt Berlin auch in Zukunft bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung bereitzustellen und lebendige Nachbarschaften zu erhalten. Seit 2014 baut die GESOBAU wieder neu und erweitert durch Neubau und Ankauf ihren Wohnungsbestand, der bis 2026 auf ca. 52.000 Wohnungen anwachsen wird. Derzeit bewirtschaftet das landeseigene Unternehmen mit Tochtergesellschaften einen Bestand von rund 45.000 eigenen Wohnungen, vornehmlich im Berliner Norden. Die GESOBAU engagiert sich nachhaltig für gute Nachbarschaften in ihren Quartieren, unterstützt Bildungsinitiativen und Schulen und wirkt auf die sozialräumliche Integration aller Menschen hin, die in ihren Beständen leben. www.gesobau.de

Am 2. November um 11:00 eröffnet die Stadt Bad Honnef einen zentralen PopUp Coworking-Space in der Bahnhofstraße 6 im Rahmen des Projekts IDEENWERKSTATT – HIN.ARBEITEN.HER.

Beim Bundeswettbewerb #mobilwandel2035 ging Bad Honnef als eine von zehn Sieger-Kommunen über die Ziellinie und fährt damit 150.000 Euro Fördermittel aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ein. Im Rahmen dieses Wettbewerbs erfolgt die Realisierung eines Coworking Spaces.

Immer mehr Menschen suchen nach neuen Alternativen zum Arbeitsplatz in der Großstadt oder in Ballungszentren. Egal ob wegen der gegenwärtigen Corona-Situation und der damit einhergehenden „Versetzung“ ins Homeoffice oder dem Bedürfnis, nahe am Wohnort arbeiten zu können: Der Bedarf an flexiblen Arbeitsorten steigt. Coworking liefert einen Ansatz, die Nachteile des Homeoffice zu vermeiden, Zeit durch weniger Pendeln zu gewinnen und vor allem die Lebensqualität in ländlichen und Pendler-Regionen zu steigern. Ein Coworking Space ist eine gemeinschaftlich genutzte Bürofläche, die von Menschen ganz unterschiedlicher Berufsgruppen genutzt werden kann.

Alle Bürger können die neue Arbeitsumgebung in der Innenstadt für die nächsten fünf Monate kostenlos testen. In dem Coworking Space finden die Nutzer auf einer Fläche von 150m² einen voll ausgestatteten Arbeitsort vor. Das Angebot reicht von flexiblen Arbeitsplätzen mit freier Platzwahl, über Besprechungsmöglichkeiten und High-Speed-Internet bis hin zum abschließbaren Rollcontainer. Regelmäßige NutzerInnen können das Angebot via digitalem Zugangssystem über ein App rund um die Uhr (24/7) nutzen. Das Informationsangebot steht während der Öffnungszeiten zur Verfügung. Für Interessierte gibt es außerdem zu festen Zeiten Führungen, Vorträge und Workshops. Eine gemeinsam genutzte Infrastruktur, Netzwerkeffekte oder inhaltliche Synergien in der NutzerInnengemeinschaft sind weitere Vorteile, die auch das Innovationspotenzial in Bad Honnef nachhaltig fördern können.

Die fünf Monate PopUp-Betrieb sollen auch zur Ermittlung des konkreten Bedarfs an innovativen Arbeitsmöglichkeiten in Bad Honnef dienen, um nach einer positiven Evaluierung des Zeitraums einen dauerhaften Betrieb zu ermöglichen.

Das Projekt #mobilwandel2035 wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Den aktuellen Veranstaltungskalender und die Möglichkeit zur (kostenlosen) Buchung von Arbeitsplätzen finden Sie auf www.coworking-badhonnef.de

 

 

 

Gemeinsam mit der Stadt Schwerte ist der Startschuss für die Potenzialanalyse neuer Arbeitsformen und -orte gefallen. Bürgermeister Dimitrios Axourgos, Jens Ewald (TechnoPark und Wirtschaftsförderung Schwerte), Timo Rüßler (Stadt Schwerte) und Tobias Kollewe (cowork AG/BVCS) informierten gestern im Rahmen einer Pressekonferenz über die Ziele der nächsten Wochen.

„Wir wollen herausfinden, ob sich eine nachhaltige, zukunftsorientierte Arbeitskultur in Schwerte gestalten lässt“, sagte Bürgermeister Dimitrios Axourgos im Rahmen der virtuellen Pressekonferenz. Als Ergebnis der Umfrage und der Interviews mit Unternehmen aus der Region entsteht eine Handlungsempfehlung für die Stadt mit konkreten Standort- und Anforderungsprofilen. Die Ergebnisse der Erhebung unter möglichen Nutzern und der Interviews mit Unternehmen aus der Region werden letztendlich als maßgebliche Entscheidungsbasis dessen dienen, ob die Errichtung von Coworking Spaces in und um Schwerte nachhaltig sinnvoll ist und falls ja, mit welchen Standort- und Ausstattungsanforderungen dies verbunden ist.

Die Umfrage unter Schwerter Bürgerinnen und Bürgern läuft in den kommenden Wochen. Parallel dazu werden qualitative Interviews mit Entscheidern aus Unternehmen in der Region geführt. Die aus den Ergebnissen der Erhebung abgeleiteten Handlungsempfehlungen werden im Laufe des zweiten Quartals erwartet.

Potenzialanalyse Coworking Schwerte

Über die Potenzialanalyse Coworking:
Die Bedarfsermittlung erfolgt in einem zweistufigen Konzept: Zum einen durch eine quantitative Erhebung bei potenziellen Nutzern, also Pendlern, Freiberuflern, Start-Ups, Angestellten etc. Zum anderen durch die qualitative Befragung von in der jeweiligen Region ansässigen Unternehmen zu den Themen Digitalisierung, neue Arbeitsformen und Mitarbeitermobilität. Aus den Ergebnissen beider Bausteine wird schließlich eine Handlungsempfehlung abgeleitet, die als Entscheidungsvorlage für die Errichtung von Coworking Spaces in den Regionen dient.

Der digitale Fortschritt durchdringt all unsere Lebensbereiche und verändert nach und nach unser gesellschaftliches Miteinander. Für viele Menschen ist die Digitalisierung dennoch nur schwer greifbar. Der Bevölkerung dieses Konzept näher bringen ist eines der Ziele des OecherLab, das Ende des Jahres seine Pforten in der Aachener Innenstadt öffnen wird. 

Beim OecherLab handelt es sich um ein Reallabor, das bei der Entwicklung Aachens von einer Wissenschaftsstadt hin zu einer offenen Smart City helfen soll. Es werden zukünftige Technologien und Konzepte präsentiert und greifbar gemacht, die das tägliche Leben verändern können. Wir als cowork AG sind an dem Projekt beteiligt und arbeiten gemeinsam mit Forschungstreibenden des Lehrstuhls für Informationsmanagement im Maschinenbau (IMA) der RWTH, der Stadt Aachen und der Dialego AG an der Umsetzung des OecherLab. Im Rahmen des Programms „Digitale Modellregionen in NRW“ erhält das Projekt eine Förderung durch das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie.

Derzeit erarbeiten wir von der cowork AG ein geeignetes Raumnutzungskonzept, das nicht nur die Wünsche und Vorstellungen der einzelnen Projektbeteiligten berücksichtigt, sondern auch den Anforderungen an ein smartes Co-Creation Center gerecht wird und Bürgern die Möglichkeit bietet, modernste Arbeitsmittel und -methoden kennenzulernen. 

Außerdem fungieren wir im weiteren Verlauf des Projekts als Experte für einen der sogenannten Zukunftsräume über „Arbeit 4.0“. Dabei stellen wir das derzeit in der StädteRegion Aachen entstehende Coworking Space-Satellitennetzwerk WORQS vor und informieren Interessierte über Coworking und andere Arbeitsformen von New Work.
Weitere Themen der Zukunftsräume sind intelligente Mobilität, digitale Gesundheitswirtschaft und smarte Innenstädte. Außerdem gibt es eine Wild Card, bei der ein freies Thema zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern entwickelt wird.

Doch nicht nur Bürger, sondern auch Forschungstreibende, interdisziplinäre Experten, die Wirtschaft und die Stadtverwaltung haben die Möglichkeit, mithilfe des OecherLab Projekte zu entwerfen, die die digitale Stadt von morgen definieren könnten. Das OecherLab soll daher auch dauerhafter Bestandteil der Wissenschaftsstadt Aachen werden. Es bietet einen direkten Zugang zum Forschungsgegenstand des urbanen Raums und zu dessen Nutzergruppen. Mit unserer Expertise wollen wir helfen, die Stadt technisch, sozial und nachhaltig weiterzuentwickeln, um das gesellschaftliche Miteinander in Aachen zu fördern und zum Wohl der Bürger beizutragen.

Wenn ein Landkreis oder eine Kommune sich entschließt, einen Coworking Space zu eröffnen, steht am Anfang des Projekts eine Bedarfsermittlung. Dabei unterstützen wir unsere Projektpartner und Kunden. Aktuell führen wir eine solche Potenzialanalyse für den Landkreis Wolfenbüttel durch. Konkret geht es darum, die Gewohnheiten und Bedarfe verschiedener Personengruppen an ihrem Arbeitsplatz in Bezug auf Arbeit 4.0 zu erfragen. Dadurch wird ermittelt, ob (in diesem Fall im Landkreis Wolfenbüttel) Bedarf an Coworking Spaces besteht und welche Standort- und Ausstattungsanforderungen diese hätten. 

Für diese Ermittlung haben wir einen Umfragebogen entwickelt, mit dem wir in fünf Blöcken die berufliche Situation, die Bedarfe der Arbeitsumgebung, Nutzung und Ausstattung von Coworking Spaces und soziodemographische Angaben abfragen. In Wolfenbüttel lief die Umfrage neun Wochen lang. Um die Umfrage zu bewerben, wurden von uns Flyer und Plakate zur Verfügung gestellt, der Landkreis arbeitete zusätzlich mit Presseartikeln und einer eigenen Landingpage. Die Umfrage ist von großer Bedeutung für den Landkreis. „Nicht nur die Frage, ob Coworking Spaces generell für unseren Landkreis attraktiv sind, sondern vor allem auch die Frage, über welche Ausstattungen Coworking-Arbeitsräume verfügen sollen, um von Vielen genutzt zu werden, können wir nur durch die Rückmeldung der interessierten Menschen beantworten“, erklärt Landrätin Christiana Steinbrügge.

Bei der Potenzialanalyse handelt es sich um ein zweistufiges Konzept, das neben der Umfrage als quantitative Erhebung auch aus einer qualitativen Befragung besteht. Bei dieser werden Befragungen bei Unternehmen aus der jeweiligen Region durchgeführt, um deren Einstellung zu den Themen Digitalisierung, neuen Arbeitsnormen und Mitarbeitermobilität zu ermitteln. Die Ergebnisse des qualitativen und quantitativen Teils bilden die Grundlage für eine Handlungsempfehlung, die dem Landkreis als Entscheidungsvorlage für die Errichtung von Coworking Spaces dienen wird. Entwickelt haben wir das Konzept in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Coworking Spaces e.V. unter der Leitung von Dr. Axel Minten von der FOM Hochschule für Ökonomie und Management. 

In Wolfenbüttel verspricht man sich von einem Coworking Space nicht nur Synergieeffekte, sondern auch die Themen Flexibilität und Nachhaltigkeit spielen eine wichtige Rolle. Vor allem Pendler sollen im Landkreis von verkürzten und stressfreieren Arbeitswegen sowie der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf profitieren. „Gerade die letzten Wochen haben gezeigt: Die Unternehmen unserer Region sind bereit für Arbeitsorte außerhalb des eigenen Unternehmens. Während aber fehlende und ungeplante Kontakte im Homeoffice eine Innovationsbremse sein können, spielt ein Coworking Space gerade hier seine volle Stärke aus“, erklärt Florian Bernschneider, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Region Braunschweig e.V. Zudem betont er, dass er sich darüber freue, dass der Landkreis Wolfenbüttel Pionierarbeit leistet, um zu zeigen, dass Coworking nicht nur in Großstädten funktioniert.

Eine Alternative zum Homeoffice und Pendeln bieten und gleichzeitig das Arbeitsleben zurück in den ländlichen Raum holen sowie die Lebensqualität in kleinen Kommunen erhöhen: Das ist das Ziel der „Dorf-Büros“. Dorf-Büros sind ein Projekt der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz, das Coworking-Spaces in den ländlichen Raum bringt. Aus der aktuellen Projektrunde gingen nun drei Sieger hervor. Die Stadt Annweiler am Trifels, die Ortsgemeinde Buch im Hunsrück und die Verbandsgemeinde Aar-Einrich wurden von Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Digitaltag bei der Veranstaltung „nachhaltig digital unterwegs“ in Mainz als Gewinner bekanntgegeben. Wir als cowork AG werden auch in dieser Projektrunde wieder unser Expertenwissen nutzen, um zu helfen, die Konzepte für die Realisierung der Coworking-Spaces in den Kommunen auszuarbeiten und umzusetzen. Zuletzt haben wir in der ersten Projektrunde bereits die Gründung des Coworking DEULUX begleitet.

Mindestens vier Arbeitsplätze pro Coworking-Space werden für die Nutzer zur Verfügung gestellt. Dies soll ihnen ermöglichen, weniger zu pendeln und mehr in ihrem Heimatort oder nahe diesem zu arbeiten. So entsteht mehr Zeit für die Familie und auch die Umwelt wird geschont. Die Dorf-Büros stellen zudem eine Alternative zum Homeoffice dar. Die drei Gewinner setzten sich gegen zehn andere Mitbewerber durch und erhalten nun durch die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz je eine Förderung von bis zu 100.000€ für die ersten drei Jahre, unter der Bedingung, dass das jeweilige Dorf-Büro danach noch mindestens zwei Jahre aus eigenen Mitteln betrieben wird. Ziel ist es natürlich, dass die Spaces danach eigenständig weiter betrieben werden können.

Die Verbandsgemeinde Aar-Einrich kooperiert mit einem IT-Systemhaus, das in Katzenelnbogen Räume für das Dorf-Büro zur Verfügung stellt. In Annweiler am Trifels wird der Coworking-Space in freien Räumen im Rathaus der Stadt eingerichtet werden. Direkt neben dem historischen Ratssaal ergibt sich dadurch eine lebendige Lage. Die Ortsgemeinde Buch hat ein historisches Fachwerkhaus – eine ehemalige Bankfiliale – ausgewählt, um das Dorf-Büro unterzubringen. So kommt es vor allem dort zur Wiederbelebung eines leerstehenden Gebäudes. Buch ist der bisher kleinste Ort, in dem das Projekt umgesetzt wird. Die Gemeinde hat nur knapp 830 Einwohner.

In den nächsten Wochen und Monaten werden wir gemeinsam mit der Entwicklungsagentur und den Kommunen daran arbeiten, die Konzepte umzusetzen. Spätestens in der ersten Dezemberwoche sollen die Dorf-Büros dann eröffnen. Drei weitere sollen auch nächstes Jahr dazukommen, wenn der Wettbewerb zum dritten Mal stattfindet. Verbandsgemeinden aus Rheinland-Pfalz und verbandsfreie Gemeinden können sich um eine Finanzierung und Beratung für ihre Dorf-Büros bewerben. Ortsgemeinden können dies mit Unterstützung der Verbandsgemeinde tun.

Innovative Konzepte, die zur Steigerung der Attraktivität und Lebensqualität von Klein- und Mittelstädten sowie Gemeinden beitragen, sollen durch das Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ gefördert werden. Wir als cowork AG sind bei dem Programm als Experte tätig und beraten Kommunen, die einen Coworking-Space als innovatives Konzept etablieren wollen. In der zweiten Bewerbungsrunde haben wir die Städte und Gemeinden Thedinghausen, Winsen an der Luhe und Lingen (Ems) dabei unterstützt, eine Förderung zu erhalten. Alle drei haben nun den Förderbescheid bekommen. 

„Die Corona-Krise hat das mobile Arbeiten in vielen Unternehmen sehr beschleunigt. Es ist gut, wenn wir dafür eine entsprechende Infrastruktur schaffen und insbesondere Familien mit Kindern entlasten, für die das Pendeln sehr anstrengend sein kann“, sagt Monika Scherf, die das Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg leitet. Sie hätte die Förderbescheide im Normalfall persönlich übergeben, wegen der aktuellen Situation wurden diese nun per Post verschickt. 

Die Samtgemeinde Thedinghausen hatte sich mit ihrem Projekt „Opal“ (Ohne Pendeln – arbeite lokal) beworben und einen Zuschuss von knapp 127.000 Euro bewilligt bekommen. Der Coworking-Space in Thedinghausen soll besonders zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen.

Der Coworking-Space in Lingen soll in der Halle IV eröffnen, in unmittelbarer Nähe zum Campus Lingen der Hochschule Osnabrück. „Wir wollen verschiedene Synergien nutzen, um letztendlich auch die Innovation hier in der Gegend voranzutreiben“, erklärt Jens Schröder von der Wirtschaftsförderung Lingen. Die Stadt hat eine Zuwendung von knapp 215.000 Euro für die Umsetzung des Projekts gewährt bekommen. „Wir wollen hier die Umgebung schaffen, um auch Gründung hier im ländlichen Raum möglich zu machen, innovative Ideen weiterzudenken und sich zu vernetzen.“ Durch dieses Konzept wolle man Fachkräfte in Lingen halten und ihnen die Möglichkeit bieten, ihre Ideen auch ohne Abwanderung in die Großstädte umzusetzen. 

Dort, wo durch die Corona-Krise die Voraussetzungen für mobiles Arbeiten und Remote Work geschaffen wurden, will man in Winsen an der Luhe anknüpfen. In der Winsener Innenstadt wird im Sommer 2021 das Luhe Lab eröffnet werden, das eine Alternative für Hamburg-Pendler schaffen soll. Dort sollen nicht nur flexibel nutzbare Schreibtische als Arbeitsplätze angeboten werden, sondern es wird auch Raum für externe Veranstaltungen, Seminare und Besprechungen geben. Dafür erhält Winsen eine Förderung von 300.000 Euro.

Zukunftsräume NiedersachenKommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern bilden in Niedersachsen eine wichtige Versorgungs- und Ankerfunktion für ihr Umland. So spielen sie etwa in den Bereichen der medizinischen Versorgung, Einzelhandel und Kultur eine große Rolle. Sie werden auch als der „Motor der regionalen Entwicklung“ bezeichnet. Durch das Förderprogramm „Zukunftsräume Niedersachsen“ sollen sie in ihren Vorhaben unterstützt werden. Das Programm spricht Klein- und Mittelstädte, Gemeinden und Samtgemeinden mit mindestens 10.000 Einwohnern an, in denen ein Grund- oder Mittelzentrum festgelegt ist. „Ziel der Förderung ist es, diese Kommunen in ihrer Entwicklung und damit auch in ihrer Ankerfunktion für umliegende Gemeinden zu stärken“, erklärt Insa Schwob vom Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg.

Um dies zu erreichen, werden mit Hilfe des Förderprogramms „Zukunftsräume“ innovative Konzepte gesucht, die zur Steigerung der Attraktivität und Lebensqualität von Klein- und Mittelstädten sowie Gemeinden beitragen. Insbesondere geht es darum, sich mit der Gestaltung des Zusammenlebens in der Stadt und im Umfeld zu beschäftigen. Da zu innovativen Konzepten auch Coworking-Spaces zählen, sind wir beim Förderprogramm „Zukunftsräume“ als Experten tätig. Wir unterstützen drei Städte und Gemeinden bei Ihren Coworking Space-Projekten: Thedinghausen, Winsen an der Luhe und Lingen an der Ems. Die Zentren mehr mit den umliegenden Gemeinden vernetzen: das ist das Hauptziel der Projekte.

Nach der ersten Runde war der aktuelle Antragsstichtag für die zweite Bewerbungsrunde der 15.03.2020. Die Förderzusagen werden bis Mitte Mai vergeben. Die Fördersumme pro Projekt liegt dabei zwischen 75.000 und 300.000 Euro. Die Projektlaufzeit ist ab der Antragsgenehmigung auf drei Jahre begrenzt. 

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Schon längst ist Coworking in der Stadt zu einer gängigen Arbeitsform geworden. Doch wir als Spezialist für die Entwicklung und den Betrieb von Coworking-Spaces sehen auch viel Potenzial in Spaces außerhalb der Großstädte. Gerade im ländlichen Raum bietet sich Coworking an, um Pendelbewegungen einzuschränken und neue Räume zum Arbeiten zu schaffen. Darum wollen wir mit unseren Projekten mehr und mehr den ländlichen Raum einbeziehen.
Um unser Angebot in der Städteregion Aachen zu erweitern, eröffnen wir im April in einem Popup-Projekt gemeinsam mit der Gemeinde Roetgen einen weiteren WORQS Coworking-Space. Direkt neben dem Rathaus entsteht dieser in der alten Sparkassen Filiale auf der Hauptstraße. Bis Ende September wird der Coworking-Space geöffnet sein. Durch die Popup Variante können sowohl die Gemeinde als auch die Nutzer den Coworking-Space ausprobieren und sich damit vertraut machen. Es stehen ein Büroraum mit mehreren Fixdesks sowie ein Raum für Veranstaltungen, Meetings und Konferenzen bereit. 

Die Gemeinde Roetgen an der Deutsch-Belgischen Grenze ist mir ihrer Nähe zur Eifel der perfekte Ort für einen Coworking-Space, der unser WORQS in Aachen ergänzen wird. Wir wollen die Möglichkeit für flexibles Arbeiten sowie Meetings und Versammlungen mit unserem Konzept nach Roetgen bringen. Bürgermeister Jorma Klauss ist überzeugt von dem Konzept eines Coworking-Spaces in Roetgen. „Coworking im ländlichen Raum ist ein sehr interessanter Ansatz, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken und Pendlerverkehr zu reduzieren“, betont er. Gerade für Pendler aus der Eifel könnte der Standort interessant werden, da sie nicht mehr in die Innenstadt pendeln müssten, aber dennoch in unmittelbarer Nähe zu Aachen arbeiten.

Damit sich Interessierte einen Eindruck verschaffen können, findet ab sofort jede Woche Donnerstag von 9 bis 12 Uhr ein Open-Office statt. An diesem Tag kann jeder auf einen Kaffee vorbeikommen und sich den Space und dessen Angebote vom Team vorstellen lassen.
Wer sich entscheidet, den Coworking-Space  in Roetgen zu nutzen und einen Tisch zu buchen, profitiert nicht nur von hochwertigen Arbeitsplätzen, der kostenfreien Nutzung von Internet, Drucker und Scanner sowie einer Getränkeauswahl, sondern kann auch zu Member-Konditionen zusätzlich die Angebote und Räumlichkeiten des WORQS Aachen nutzen.

Mehr Informationen zum WORQS Roetgen finden Interessierte unter: www.worqs.de/standorte/roetgen/ 

Coworking in den ländlichen Raum bringen und somit Pendeln überflüssig machen: das ist eines der Ziele, das wir uns gesteckt haben. Und es ist das, was die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz mit ihrem Projekt „Dorfbüros“ erreichen will. Die diesjährige Bewerbungsrunde hat die Verbandsgemeinde Trier-Land gewonnen. Sie erhält dadurch bis zu 100.000 Euro Förderung für die Einrichtung eines Coworking-Spaces. Entstanden ist daraus das Coworking DEULUX, der erste grenzüberschreitende Coworking-Space Deutschlands. 

Wir haben die Verbandsgemeinde Trier-Land und die Deutsch-Luxemburgische Tourist-Information auf dem Weg zum „Dorfbüro“ fachlich begleitet und beraten. Das Coworking DEULUX wurde am 5. Dezember durch Michael Holstein, den Bürgermeister der Verbandsgemeinte Trier-Land, in Lansgur-Wasserbilligerbrück im ersten Stockwerk der Deutsch-Luxemburgischen Tourist-Information eröffnet. Zunächst wurden für den Coworking-Space drei Räume zu Arbeits- und Besprechungsplätzen umgebaut und entsprechend eingerichtet.
„Die Vision bei der Gründung der Deutsch-Luxemburgischen Tourist-Information im Jahr 2000 stellte uns damals vor die Aufgabe, Freundschaft und Zusammenarbeit auf touristischer Seite zu intensivieren und ein Netzwerk innerhalb einer Repräsentanz zu schaffen. Heute möchten wir diesen Ansatz in die moderne Arbeitswelt übertragen und den Raum bieten für Networking im Coworking DEULUX“, erzählt Claudia Krütten, Mitarbeiterin der Tourist-Information. Das Motto des Coworking DEULUX beschreibt sie mit „Gegründet, um zu verbinden“.
Das Coworking DEULUX bietet sowohl flexible als auch feste Schreibtische, die für einen Monat oder länger gemietet werden können. Auch Meetingräume stehen zur Verfügung. Die genauen Konditionen und weitere Informationen zum Space finden Interessierte unter www.coworking-deulux.de.

Coworking DEULUX

Das Land Rheinland-Pfalz greift den an dem Projekt „Dorfbüros“ teilnehmenden Kommunen mit bis zu 25.000 Euro für die Einrichtung des Dorfbüros unter die Arme. In den ersten drei Projektjahren erhalten die Kommunen zudem weitere 25.000 Euro pro Jahr, wenn sie sich verpflichten, das Büro mindestens zwei weitere Jahre eigenständig zu betreiben. 

Auch in Zukunft werden weitere Dorfbüros entstehen. Für das kommende Jahr sind zwei Bewerbungsrunden geplant. Die erste startet bereits am 10. Dezember, die zweite folgt dann voraussichtlich im Sommer 2020. Innenminister Roger Lebend (SPD) kündigte an, dass bis 2021 neun solcher Dorfbüros entstehen sollen. Wir werden auch die zukünftigen Projekte fachlich beraten und unterstützen.

DEULUX EröffnungDEULUX
Fotos: Coworking DEULUX, Verbandsgemeinde Trier-Land